Überzeugungsarbeit

Hier können Sie - auch unabhängig von der Bürgerinitiative - zum Thema Glasfaser diskutieren und Fragen stellen.
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BOFH
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Überzeugungsarbeit

Beitrag von BOFH » Dienstag 1. September 2015, 00:12

Liebe Mitstreiter,

am 29.09. endet die Frist für die Erhebung - bereits zum zweiten Mal. Sollten wir nicht langsam mal aktiv werden und vielleicht wirklich mal von Haus zu Haus gehen?
Kann man nicht die zahlreichen Vereine hier im Ort mal einbeziehen?
30% haben schon einen Vorvertrag, es fehlen nur noch 10%. Wenn nur jeweils 3, die unterschrieben haben noch einen überzeugen können, sind wir doch da, wo wir hinwollen.
ich würde mich bereit erklären, wenn noch ein paar Leute mitmachen.

Es kann doch nicht sei, dass Hemmerden noch in der Internet-Steinzeit verbleibt, oder?

Wann trifft sich die Bürgerinitiative denn noch einmal?

Beste Grüsse, BOFH

Christiane
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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von Christiane » Dienstag 1. September 2015, 11:19

Hallo BOFH,

vielen Dank für Ihren Beitrag.
Wir planen gerade ein Treffen für nächste Woche.
Bitte schreiben Sie mir eine Mail:
christiane.weisenberger@gmail.com

Wir laden Sie dann gerne zu unserer nächsten Sitzung ein.
Besonders freuen wir uns, wenn sich der Kreis der MitstreiterInnen
vergrößert. Vielen Dank für Ihr Angebot, uns zu unterstützen!

Viele Grüße
Christiane Weisenberger

BOFH
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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von BOFH » Samstag 5. September 2015, 11:35

Hallo!

Die Mail habe ich gesendet. Die Einladung zu der Versammlung wäre echt nett.

LG,
BOFH

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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von BOFH » Montag 21. September 2015, 10:25

Liebe Mitstreiter,

die Versammlung der BI Glasfaser war sehr interessant, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Leider befürchte ich jedoch, dass die Deutsche Glasfaser am Ende wahrscheinlich nicht einmal einen Teilausbau in Hemmerden vornehmen wird.

Meiner persönlichen Meinung nach hat das verschiedene Gründe:
- wenige Leute haben und brauchen gar kein Internet.
- einige Leute sind zu träge und deshalb nicht informiert.
- einige sind zu träge und zwar informiert, schaffen es aber nicht, sich anzumelden
- einige stecken den Kopf in den Sand.
- nicht wenige sind Mitarbeiter der Telekom und haben deshalb ein Interesse, selbst nicht zu unterschreiben und auch andere davon zu überzeugen, wie man hört, auch mit zweifelhaften Methoden.
- einige verstehen das Thema nicht oder wollen sich nicht damit beschäftigen.
- einige sagen: "Wir sind schon immer bei der Telekom gewesen" und haben vielleicht insgeheim Angst davor, mit den neuen Technologien nicht zurechtzukommen.

Wie kann man diese Leute -exklusive der Telekom-Mitarbeiter- nun doch auf der Zielgeraden noch einfangen?

Ich befürchte: Gar nicht.

Dazu müsste der Ort nämlich mal einem Strang ziehen und das tut er nicht. Ich persönlich habe mich aus gutem Grund aus sämtlichen Gruppierungen in Hemmerden herausgehalten, tatsächlich gibt es diese jedoch. Gerade weil ich ein Aussenstehender bin, obwohl ich seit vielen Jahren im Ort wohne, hat sich während und nach der Versammlung der Bürgerinitiative ein deprimierendes Bild ergeben. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich diese Gruppierungen spinnefeind sind. Eben weil ich zu keiner gehöre, weiss ich nicht, warum das so ist. Aber auch hier drängt sich mir der Eindruck auf, dass es eher darum geht, wer hier - auch in Form einzelner Personen - den Ton im Ort angibt, als darum, wirkliche Lösungen für den Ort zu schaffen. Woran ich das festmache? Beispielsweise hatte ich angeboten, nach einer Versammlung einer dieser Gruppierungen über das Thema Glasfaser aufzuklären. Die Anfrage wurde abgewiesen mit dem Hinweis, dass "man ein Problem damit habe, wenn jemand von aussen in die Welt von Hemmerden käme...." und weil derjenige "viele Leute in Hemmerden kenne".
Da nimmt sich also jemand aus einer dieser Gruppierungen das Recht heraus, für den gesamten Ort zu sprechen, wie es vermutlich die anderen Gruppierungen auch tun.
Mich kennt hier niemand, sonst würde man mich nicht als jemanden "von Aussen" bezeichnen, immerhin wohne ich schon seit Jahren im Ort. Das ist auch nicht schlimm, dass mich niemand kennt, aber warum erhebt man dann den Anspruch, für mich zu sprechen, so wie für all die anderen, die im Ort nicht organisiert sind?

Fakt ist: Es gibt nicht den Verein, der für Hemmerden steht, es gibt ihn nicht, den "Pro Hemmerden e.V.", der wirklich alle repräsentiert und in dem auch alle eine Stimme habe und zwar unabhängig davon, wie ihr Nachname ist und wie lange sie schon im Ort wohnen.

Solange das so bleibt, so lange wichtige Themen des gesamten Ortes wie der Glasfaserausbau den kleinlichen Querelen zwischen Gruppierungen oder auf dem Altar der gefühlten Wichtigkeit einzelner Personen geopfert werden, die glauben, für den Ort sprechen zu können / dürfen, wird jedenfalls keine Angelegenheit im Sinne des gesamten Ortes geregelt werden.

So lange bleibt Hemmerden eben für viele und auch für meine Familie und mich ein Ort zum wohnen und kein Ort zum leben. Und ganz nebenbei muss man dann eben auch sagen: Ade Glasfaser...oder können wir es auf der Zielgeraden noch drehen?

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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von z-pg-3 » Montag 21. September 2015, 20:59

@BOFH: Kurz zum anderen Thread: Vielen Dank für Ihre Einschätzung und Einordnung.
Dadurch kann ich Ihre Meinung nun deutlich besser verstehen und nachvollziehen.

Nun zu diesem Thread:
Es ist ja nun noch eine gute Woche Zeit. Das Motto sollte nun eigtl. lauten:
Maßnahmen einleiten, um noch die eine oder andere Unterschrift zu erlangen.
So hoffnungslos sieht es meiner Einschätzung nach auch wieder nicht aus.
Zumindest, wenn ich nach den Zahlen gehe.
Können Sie oder Herr Thomas sich vorstellen, dass dies etwas bringen würde?
Man müsste hierzu den informativen Aufwand - für den potenziellen Kunden -
auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Z. B. sollte (noch mal) dargestellt werden,
welche Möglichkeiten es gibt, um "die Sache" mit dem Telefon auch später noch lösen zu können.
Es reicht ja zur Quotenerfüllung absolut aus, das Vorvertrags-Formular so knapp wie möglich auzufüllen,
und die Telefonflat, sowie (evtl. nötige) zusätzliche Rufnummern, nicht mitzubuchen.
Also das absolute Minimum!

Sollte das Netz gebaut werden, hat man immer noch alle Möglichkeiten seine Rufnummern zu behalten
und eine Flat zu buchen. Es ist ja nicht so, dass einen Tag später nichts mehr funktioniert.
Ich könnte mir vorstellen, dass u. a. dies weitere Vorverträge verhindert.
Es gibt - auch Herrn Thomas hat dies bereits gepostet - Möglichkeiten Telefonie-Funktionen
auf Internet-Telefonie-Anbieter auszulagern. (Rufnummern dorthin mitzunehmen!)
Die Kosten sind vergleichbar zur Deutsche Glasfaser oder minimal günstiger.
Je mehr Rufnummern man braucht, umso günstiger kann ein Drittanbieter sein.
Leute die auch online diesbezüglich Anleitungen schreiben würden, sind ja vorhanden.
Auch kann man solche "Zusatzleistungen" bei der Deutsche Glasfaser monatlich ändern.
Falls Leute grübeln, ob 100 Mbit oder 200 Mbit? Flatrate ja nein? Zusätzliche Rufnummern?
Das alles kann auch später noch entschieden und angepasst werden.

Meine Fragen dazu sind:

a) Bringt so etwas noch fehlende Prozente?
b) Haben alle Leute, die das Internet täglich nutzen, einen Vorvertrag unterschrieben?
c) Falls nein bei b): Welche Kanäle können diese "grübelnden" Leute erreichen?

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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von BOFH » Montag 21. September 2015, 21:52

Gute Antwort, guter Versuch!

Teilweise laufen ja noch Aktionen, bis zum 28.09. wird keiner der Leute, die mitarbeiten wollen aufgeben.
Allerdings gibt es wenig Hoffnung, wenn sich die wirklich großen, Mitglieder-starken Vereine nicht anschliessen und danach sieht es leider nicht aus.

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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von K.Thomas » Montag 21. September 2015, 22:23

Hallo zusammen,

ich freue mich sehr über die konstruktive Diskussion hier und auch im anderen Thread :D
Es wäre genial, wenn sich daran auch die weitgehend schweigende Mehrheit ein Beispiel nehmen würde. ;-))
z-pg-3 hat geschrieben:Meine Fragen dazu sind:

a) Bringt so etwas noch fehlende Prozente?
b) Haben alle Leute, die das Internet täglich nutzen, einen Vorvertrag unterschrieben?
c) Falls nein bei b): Welche Kanäle können diese "grübelnden" Leute erreichen?
ad a) Bringt so etwas noch fehlende Prozente?
Genau das haben wir mehrfach versucht, aber diesen Argumenten sind offenbar primär diejenigen zugänglich, die ohnehin bereits einen Vertrag abgeschlossen haben.

ad b) Haben alle Leute, die das Internet täglich nutzen, einen Vorvertrag unterschrieben?
Sicherlich nicht. Falls doch, dann brauchen wir wohl wirklich kein Internet in Hemmerden.

ad c) Falls nein bei b): Welche Kanäle können diese "grübelnden" Leute erreichen?

Mit der Frage tragen wir uns in der Bürgerinitiative seit Monaten herum.
Es gibt eine gute Zahl von zumeist älteren Mitbürgern, die entweder für sich selbst und ihr Haus keinen Sinn in einem solchen Anschluss sehen, nichts am Objekt verändern wollen, die Angst haben, dass das Haus im Keller nachher undicht ist, die Bedenken haben, ob der Anbieter auch seriös genug ist, die die Bedeutung des Internets in den kommenden Jahren leider nicht einmal erahnen.
Weitere, auch jüngere Mitbürger, haben offenbar ein Urvertrauen zur Telekom, wollen nicht rechnen, sind zu bequem, sich mit den vertraglichen Dingen auseinanderzusetzen - da gibt es eine Vielzahl von Gründen, nicht zu unterschreiben.

Wir sind mit zahlreichen Bedenken konfrontiert worden, die zwar erst einmal nachvollziehbar sind, die aber für den Informierten fast ohne Ausnahme objektiv nicht zutreffen. Und hier wird es sehr schwer, denn hier ist offenbar nur mit detaillierter Information noch VOR Vertragsabschluss etwas zu erreichen. Dass auch anschließend noch genügend Zeit ist, sich mit technischen Details zu befassen, wird offenbar nicht gesehen.
Das unglaublichste Argument, nicht zu unterschreiben, war bisher: "DAS Risiko gehe ich nicht ein. Wir kommen ja nicht auf 40%, und dann wird das Netz ja gar nicht gebaut !" Bitte - wo ist da das Risiko ? Und wenn jeder so denkt, dann hätten wir heute nicht einmal ein Telefon- oder gar Stromnetz.

Viele sehen leider die Argumente nicht oder sind falsch informiert:

- Telekom bietet demnächst VDSL, ist aber mit max. 100/40 MBit/s insgesamt deutlich langsamer als Glasfaser (100/100 bzw. 200/200 MBits/s Down/Upload)
- Kupferkabel hat derzeit (über Vectoring hinaus) keine Leistungsreserven, auch die Telekom erläutert das auf ihrer Homepage: Vectoring ist nur eine "Übergangstechnologie" (die aber offenbar in Hemmerden über viele Jahre ausreichen soll ...)
- Glasfaser ist unabhängig von Wettereinflüssen (Gewitter etc.) und bietet ausreichend Kapazität und Leistungsreserven für mind. 25-30 Jahre
- Nicht jeder Haushalt wird mit VDSL volle Geschwindigkeit bekommen (abhängig von Distanz zum Verteilerkasten)
- Telekom zieht lediglich nach, ohne Initiative der DG wäre bisher definitiv nichts passiert - die Bürgerinitiative hatte ja im Vorfeld bei allen Anbietern nachgefragt, ob eine Erweiterung des Netzes geplant ist (Telekom, Vodafone, Unitymedia: alle haben verneint)
- Glasfaser ist preiswerter als die Telekom mit Vectoring (ich weiß von Verträgen zu 44,95 EUR für 100/40 MBit/s gegenüber 34,95 bei der Deutschen Glasfaser)
- Die Telekom kündigt derzeit ISDN-Anschlüsse und stellt die bisherigen Analog- und ISDN-Anschlüsse alle auf IP-Telefonie um. Es wird sich also ohnehin etwas ändern (Technik und Preis !) - diesen Moment sollte man nutzen, um es gleich "richtig" zu machen.
- Es gibt kein Wechselrisiko: Gebühren für Glasfaser fallen erst an, wenn der Anschluss läuft UND der Vorvertrag (bei Telekom o.a.) ausgelaufen ist !!
- Es gibt kein vertragliches Risiko: wenn das Netz nicht gebaut wird, ist der Vertrag hinfällig, es entsteht keinerlei Verpflichtung !
- Es gibt kein technisches Risiko: Kündigung des Altvertrages erst, wenn das Glasfasernetz läuft.

- Sofern neue Endgeräte erforderlich sind, betrifft das in gleichem Maße auch den Telekom-Anschluss. Es gibt preiswerte Beratungsangebote (vgl. unsere Homepage). Bis zum Bau des Netzes ist noch genügend Zeit, sich mit den technischen Details zu beschäftigen.
- Der Hausanschluss ist kostenlos, sofern man JETZT den Vertrag abschließt und 2 Jahre dabei bleibt. Nur dann wird das Netz in Hemmerden gebaut.
- Liegen erst einmal zwei Kabel im Haus, hat der Eigentümer ebenso wie der Mieter zukünftig volle Flexibilität bei der Wahl des Anbieters.
- Möchte man nach 2 Jahren Mindestvertragslaufzeit - egal aus welchem Grund - wieder wechseln, ist das problemlos möglich - das Kupferkabel verbleibt ja im Haus.
- Zwei Netze bieten Konkurrenz durch mehrere Marktteilnehmer und führen zu sinkenden Preisen.


Selbstverständlich wissen wir, dass es einzelne Fälle gibt, in denen der Vectoring-Anschluss der Telekom über eine längere Zeit den persönlichen Bedarf decken wird. Aber er ist nicht günstiger. Der einzige Grund, die Glasfaser nicht zumindest für 2 Jahre auszuprobieren, ist die Bequemlichkeit, sich eben nicht mit einem neuen Anbieter beschäftigen zu müssen. Mit der Technik wird man sich auch beim Telekom-Anschluss beschäftigen müssen, mit Vertragsdetails ebenfalls.

Die Bürgerinitiative richtet sich definitiv nicht gegen die Telekom, sondern will anbieterneutral schnelles Internet für Hemmerden - und das Medium dafür ist die Glasfaser, und zwar bis ins Haus. Wir empfangen jeden, der ein solches Netz bauen will, mit offenen Armen - auch die Telekom (die allerdings im Vorfeld Desinteresse signalisiert hatte). Nun haben wir einen geeigneten Anbieter und unterstützen ihn nach Kräften - das Produkt, für das die Telekom sich entschieden hat, ist schneller als bisher (also gut), aber eben auch teuer und technisch nur die 2. Wahl.

Sicherlich wissen wir auch, dass die Telekom lokale Arbeitsplätze schafft und auch einige Mitarbeiter in Hemmerden wohnen. Es ist klar, dass man als Mitarbeiter nicht mit dem Anschluss zu einem anderen Unternehmen wechselt. Aber das sollte nicht gleich den kompletten Bekanntenkreis umfassen. ;-)
Auch die DG ist ein deutsches Unternehmen und zahlt Steuern in Deutschland, auch hier entstehen Arbeitsplätze. Und durch schnelles Internet entsteht ein größeres Angebot, das wiederum eine größere Nachfrage schafft (wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass Internet, eMail und Smartphones so selbstverständlich werden, wie sie es heute im Alltag sind ?). Durch dieses Wachstum werden Arbeitsplätze (auch bei der Telekom) gesichert und weitere geschaffen.
Hinzu kommt, dass durch die Möglichkeiten, die ein Glasfasernetz mitbringt, viele Tätigkeiten ins Home-Office verlagert werden können und sich weiteres Gewerbe und Dienstleistungen in Hemmerden ansiedeln können - auch dies sichert und schafft neue Arbeitsplätze.

Die Bilanz: das Risiko des Vertragsabschlusses bei der DG ist extrem überschaubar, bietet aber zahlreiche Vorteile.
Eine spätere Entscheidung zugunsten der Glasfaser wird nicht möglich sein. Entweder ist die Nachfrage JETZT groß genug und das Netz wird gebaut, oder Hemmerden bleibt die nächsten Jahre maximal auf dem Level, das das Kupferkabel hergibt und verpasst so einige Chancen, die ohne nennenswerte Mehrkosten hätten realisiert werden können.

Wir werden das auch in den nächsten Tagen weiterhin noch per Flyer, Newsletter und in Einzelgesprächen kommunizieren.
Hoffen wir, dass das Netz gebaut wird und wir demnächst also zwischen 2 oder mehr Anbietern mit schnellem Anschluss wählen können !

z-pg-3
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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von z-pg-3 » Mittwoch 23. September 2015, 14:34

Hallo zusammen,

vorab: es sieht gleich so aus, als ob ich mit der Tür ins Haus falle, doch mir sind wichtige Dinge aufgefallen... Ich habe mich nun etwas genauer mit dem Vorvertragsformular beschäftigt. (Wevelinghoven ist schließlich auch dran!) Sollte es an einigen Orten auch nach dieser Verlängerung nichts werden, mit der Quotenerfüllung, so sollte eigtl. die Nachfragebündelung erneut verlängert werden. Dies für mich aus folgendem Grund, strenggenommen Gründen:

1. Beispielsweise bei der Telekom, ist es nicht unüblich, dass sich zwei Kunden den gleichen Vertrag teilen.

Das sieht dann beispielsweise so aus:
"Frau und Herrn
Anja und Bernd Müller"

Wie die Deutsche Glasfaser in Ihrem Formular -> https://signup.deutsche-glasfaser.de/ (direkt im zweiten Register) auch schreibt:

"Voraussetzung für eine reibungslose Rufnummernübernahme ist ihre Beauftragung unter Angabe
der exakten Schreibweise des bisherigen Anschlussinhabers beim Alt-Anbieter.
Bitte notieren Sie den/die Anschlussinhaber hier in korrekter Form – Sie finden diese i.d.R. auf der Rechnung.
"

Dieser zitierte Abschnitt ist absolut zutreffend. Eine korrekte Ausfüllung des Vorvertragsformulars (zumindest online) sorgt so unnötig für Verwirrung und ist strenggenommen gar nicht - also ohne Rücksprache - korrekt möglich. (Edit.: Allerdings nur für diesen evtl. ja auch nur seltenen Fall.)

Dies könnte u. a. schon ein Grund sein, wieso einige das Formular dann lieber erst gar nicht ausfüllen. (Vermutlich klemmt sich leider auch nicht jeder dahinter und versucht derartige Probleme zu lösen. Wenn ich die obigen Schilderungen lese, halte ich dies für sehr wahrscheinlich! Übrigens finde ich den Austausch hier auch immer besser. Vielen Dank an Sie beide für den umfassenden, interessanten Austausch.)

Nun könnte man leicht auf die Idee kommen, dies vorher rasch beim "Altanbieter" (bspw. Telekom) im Kundencenter abzuändern:

So einfach ist dies leider nicht und könnte im Extremfall sogar im "Supergau" enden. Denn: Vermutlich würde diese Aktion als kundenseitige Vertragsverlängerung (= + 2 Jahre) gewertet werden (reine Unterstellung meinerseits). Zumal das diesbezügliche Änderungsformular bei der Telekom ein ziemlicher Roman (ähnlich wie meine Postings) ist. Das könnte glatt ein Trick der Telekom sein, wann immer möglich, zwei Vertragsnehmer auf einen Vertrag zu bekommen, da es um so komplexer für die Kundenseite wird, diesem Unternehmen den Rücken zu kehren. Doch dies ist nichts als meine Meinung! Wie auch immer, da die meisten Leute eben keinen Neuanschluss bestellen dürften, sondern einen Anbieterwechsel anstreben, ist das vermutlich für einige eine ganz heiße Kiste, meiner Meinung nach.

Das Formular der Deutsche Glasfaser müsste in diesem Punkt dringend ergänzt werden, schon wäre es einfacher. Darum meine Frage an Sie: Teilen Sie diese Einschätzung, oder gibt es bereits eine Lösung die mir nicht bekannt ist? Bspw. einfach "Herr" oder "Frau" auswählen, und anschließend die Zeile Vorname mit "Frau und Herrn A und B" ausfüllen?

Kurzform:
Die Deutsche Glasfaser bietet nur "Herr", "Frau" und "Firma" als Auswahlmöglichkeit an. Und nicht zusätzlich "Herrn und Frau", sowie "Frau und Herrn" wie einige andere Anbieter. Bei einer Kündigung durch den alten Anbieter, muss aber alles bis ins Detail übereinstimmen, so meine Informationen stimmen.

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2. Nehmen wir an, man möchte das absolute Minimum bestellen, also nur "DGhome Basis-Paket", ohne eine einzige Zusatzoption (da man seine Rufnummern, später in Ruhe selbst, zu einem externen Anbieter portieren möchte.), so einfach ist wohl auch dies nicht. Zumindest nicht, wenn ich mir folgende Situation vorstelle:

Den Altanschluss sollte man bekannterweise keinesfalls selbst kündigen, da man keinen Tag Festnetzausfall haben möchte. So etwas sollte immer der neue Anbieter machen. Die Deutsche Glasfaser stellt einem im Basis-Paket eine Rufnummer zur Verfügung, allerdings ohne Flat (da optional). Hier fängt meiner Einschätzung nach, das nächste große Problem an: Eigtl. müsste man (wenn man es so anstrebt: Rufnummern später selbst portieren) einen Neuanschluss, statt Anbieterwechsel buchen. Denn sobald Anbieterwechsel ausgewählt wird, geht es eigtl. augenscheinlich nur noch um die Portierung. Doch wer soll sich dann um den alten Vertrag kümmern? Wie will man wissen, in welchem Jahr zu kündigen ist? Und, wie wird so noch sichergestellt, dass man keine Doppelgebühr - wie beworben - zahlen muss?

Befindet man sich in diesem Fall möglicherweise in einer Zwickmühle(?):

Füllt man den Anbieterwechsel entsprechend aus, landet mindestens die Hauptrufnummer bei der Deutsche Glasfaser, oder? Da nicht wenige eine Festnetzflat haben/hatten, wird man so strenggenommen verleitet, auch deren Telefonflat direkt mit zu buchen. Man kommt wohl - laut Informationen - relativ schnell wieder aus den Telefonoptionen heraus (lobenswert), doch klar ist dies für mich (für diesen Fall) nicht. Sagt man sich: "Dann habe ich halt meine Rufnummer bei der DG..." und bucht auch die Flat, kommt der Nachteil zum Vorschein. Bei anderen Anbietern kostet jede weitere Nr. weniger, als 1,50 Euro/Monat. (Z. B. 79 Cent je weitere Nummer.) Hat man bei der DG eine Rufnummer mit Flat und wollte eigtl. zu einem anderen Telefonie-Anbieter, so würden für die Flat Doppelgebühren (nur übergangsweise) entstehen.

Meine Vorstellung hierzu: Vllt. müsste man einen Neuanschluss bestellen und legt der Deutsche Glasfaser anschließend die laufenden Altanbieter-Verträge "manuell" vor. Somit würde die DG vermutlich auf Gebühren verzichten. Aber weiß man das? Wie sollte man dies machen? (Zudem würde man den empfehlenswerten Weg, durch den neuen Anbieter kündigen zu lassen, verlassen.)

Kann einer von Ihnen beiden vllt. schon einen der beiden Punkte oder gar beide entschärfen? Speziell der erste Punkt sollte allerdings dringend an die Deutsche Glasfaser weitergeleitet werden. Ich würde dies tun, wollte nur erst mal hier nachfragen, ob diese Themen vllt. schon gelöst sind.

Kurzform: Ich wäre in dieser Sekunde selbst nicht in der Lage, zu entscheiden, wie das Formular "bei obigen Fällen" richtig ausgefüllt werden sollte. Habe dies jedoch vorgestern empfohlen ("schließen Sie im Zweifel so kurz ausgefüllt wie möglich ab"). Vermutlich wollen die wenigsten neue Rufnummern haben, oder Doppelgebühren zahlen. Insofern bleibt eigtl. nur, alle Angebote so wie sie sind anzunehmen. Nun ist es aber natürlich auch so, dass Sie sich schon länger damit beschäftigt haben. Darum poste ich dies hier, damit evtl. noch der eine oder andere wichtige Hinweise für sich selbst erhalten kann, so meine Hoffnung.

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Im Folgenden noch zwei Punkte die eine Brücke zu VDSL2-Vectoring schlagen:

Die Telekom hat anscheinend einige Jahre "Lockangebote" im Portfolio gehabt. Bedeutet, Rabatte - die eigtl. für Neukunden vorgesehen waren - wurden in dieser Zeit auch an Bestandskunden weitergegeben. Es mehren sich jedoch Fälle, wie auch Herrn Thomas bereits angedeutet hat, dass diese Zeiten vorbei sein könnten. Und die monatlichen Grundgebühren wieder nach oben ansteigen. Vermutlich hat die Telekom irgendwelche Zwischenziele bei der IP-Umstellung erreichen können und fährt nun den altbekannten Weg weiter, von dem man eigtl. angenommen hatte, dass dieser endlich vorbei sei. Schaffen Sie sich Alternativen in Hemmerden, dies scheint wichtiger denn je. Sonst macht jeder Anbieter (nicht nur die Telekom) mittelfristig was er will. Sie können dies verhindern! Hilfsbereite Menschen sind vorhanden, die Ihnen Ihre Fragen auch online und am Wochenende beantworten würden. (Beispielsweise welche Geräte brauche ich noch, wie kriege ich die Rufnummern flott, usw. Es wird sich nach der einmaligen Einrichtung nicht von einem heutigen Anschluss unterscheiden. Abgesehen natürlich von der enorm anderen Geschwindigkeit beim Hoch- und Herunterladen! Je nachdem wie alt ihr heutiger Anschluss ist, können Sie auch effektiver gegen bspw. Telefonterror vorgehen, solche Maßnahmen lassen sich bequem realisieren, deutlich bequemer als vor 20 Jahren. Bei Fragen, melden Sie sich diesbezüglich hier im Forum. Auch ich schaue regelmäßig vorbei und helfe gerne weiter.)

Und abschließend noch ein ganz wichtiger Hinweis, da es manchmal die dümmsten Zufälle gibt: Jeder in Hemmerden, der sich auf VDSL 100 verlässt (warum auch immer), sollte dringend prüfen, ob sein Anschluss wirklich in der VDSL 100-Fläche liegt. Mir sind aus Foren User bekannt, bei denen fast der ganze Ort VDSL 100 bekommen hat, nur wenige Haushalte (einer davon vom Forenuser) konnten kein VDSL 100 buchen. Noch ist es nicht zu spät, prüfen Sie dies bitte wie folgt:

http://www.telekom.de/schneller aufrufen (Popup wegklicken) und Ihre Adresse rechts eingeben. (Neben der Karte!) Auch ist es ergänzend kein Fehler sich die VDSL-Abdeckung im Ort mal genauer anzusehen, also VDSL 50 (geplant) abwählen, dann verschwindet bspw. eine kleine Ecke im Bereich Buscher Straße und Wingensteiner Weg (= dort maximal VDSL2-Vectoring 50, statt 100). Wenn Sie dann auch mal DSL 16 einblenden, sehen Sie (zwar nur einige wenige) Stellen, an denen es keinen Ausbau gegeben hat. Doch was hilft einem das, wenn die eigene Wohneinheit in einem solchen Feld liegt. Das kommt quasi einem negativen Lottogewinn gleich. Darum unbedingt in den nächsten Tagen prüfen! Vielleicht kommen alleine auf diese Weise gleich noch mal "3, 4" FTTH-Vorverträge dazu.

Edit.: Wenn Sie diese Prüfung gemacht haben sollten, auch mit positivem Ergebnis und noch keinen FTTH-Vorvertrag haben, so empfehle auch ich Ihnen dringend noch einen Vorvertrag abzuschließen.

Ich versuche nun auch näher ins Thema FTTH und DG zu kommen, siehe u. a. meine obigen Fragen. Schade, dass die Nachfragebündelungen nicht parallel gelaufen sind, sonst wäre ich diesbezüglich eher auf solche Fragen gestoßen.

z-pg-3

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Re: Überzeugungsarbeit

Beitrag von K.Thomas » Mittwoch 30. September 2015, 07:44

Hallo z-pg-3,

danke für die Hinweise - sicherlich alles Punkte, die im weiteren Verlauf zu berücksichtigen sind.

ad 1) Portierung / Auftraggeber

Richtig, für eine Portierung der Rufnummern müssen Name und Adresse identisch sein. Allerdings denke ich, ist das zunächst das Problem der DG, die aktiv beim Kunden nachfragen muss, wenn die Portierung aufgrund abweichender Daten fehlschlägt. Welche Prozesse sie bisher dazu eingerichtet hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich denke, es wird flexibler und unbürokratischer zugehen als bei den großen Gesellschaften.
Nach Abstimmung mit dem Kunden wird die DG dann einen weiteren Portierungsversuch beim alten Anbieter starten.

Gerne können Sie das aber auch direkt an die DG adressieren, zumal ich denke, dass Sie bereits einen konkreten "Fall" haben - wenn wir nachfragen, wäre das erstmal eine abstrakte Anfrage ohne konkrete Vertragsdaten.

ad 2) Optionen

Das ist schon richtig: auch ich habe geschaut, dass zumindest ein "Minimalantrag" gestellt wird, weitere Optionen kann man auch anschließend noch wählen. Ebenso denke ich wird eine spätere Beauftragung der Rufnummernportierung möglich sein, insbesondere wenn nur ein Teil der Rufnummern zur DG übernommen werden soll. Die Telekom sah das (abgehend) lange Zeit nicht vor, das hängt also auch zum Teil vom bisherigen Anbieter ab.
Diesen Punkt werden wir noch mit der DG klären, wenn fest steht, dass das Netz gebaut wird.
Sollte es hier wider Erwarten Restriktionen geben, bleibt immer noch die Portierung zu einem x-beliebigen anderen VoIP-Provider (dus.net, Sipgate etc.).

Viele Grüße
Karsten Thomas

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