VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Bericht!

Hier können Sie - auch unabhängig von der Bürgerinitiative - zum Thema Glasfaser diskutieren und Fragen stellen.
Antworten
z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Bericht!

Beitrag von z-pg-3 » Samstag 14. März 2015, 17:11

Hallo,

ich konnte heute via Kundencenter, unter anderem Magenta Zuhause L (VDSL 100), buchen.
Im 02181-Bereich! Ich möchte euch hier mit dem Thread einen Überblick geben,
und euch die Wartezeit auf einen schnellen Anschluss (Deutsche Glasfaser/Telekom/Vodafone/etc.)
hoffentlich etwas angenehmer machen, damit ihr sehen könnt, es passiert vor Ort tatsächlich etwas.
Und um euch einen Überblick zu geben, wie der zeitliche Ablauf sein kann, wenn der Ausbau abgeschlossen ist.
Vorfreude ist in meinen Augen eines der kostbarsten Güter, und auch in Hemmerden soll noch dieses Jahr
(bis Oktober) etwas passieren. Sobald in Hemmerden sichtbare Arbeiten stattfinden,
könnt ihr ja in diesem Forum posten. Im 02181-Bereich gingen die Bauarbeiten quasi überall,
unmittelbar nach den Pressemeldungen, los.

Die Verfügbarkeitskarte der Telekom ist leider tatsächlich nicht vollständig.
Wieso Hemmerden vermutlich unter Kapellen mitläuft, ist tatsächlich ein Rätsel.
Auch wenn sich die zuständige Vermittlungsstelle in Kapellen befindet, ist dieses Vorgehen unverständlich.
Dennoch ist es gut, dass Hemmerden keine eigene Vermittlungsstelle hat,
da der Nahbereich derzeit (Gesetzeslage) nicht per Vectoring (VDSL 50/100) versorgt werden darf.
Die Telekom hat vor einigen Wochen Anträge bei der Bundesnetzagentur eingereicht,
um auch dort Ausbauen zu dürfen. Die Mitbewerber befürchten eine Remonopolisierung durch die Telekom.
Darum ist es gut für Hemmerden, dass ihr weit genug von der Vermittlungsstelle entfernt seit.
Und der Nahbereich erst gar nicht existiert. Somit dürfte es da keine Probleme geben.
Klingt merkwürdig, ist aber durchaus ein Vorteil. Denn im gesamten 02181-Bereich existieren Bereiche,
die weiterhin mit VDSL 50 erschlossen bleiben, da es sich um Nahbereiche handelt.
(Bereiche die im Radius von ca. 550 m um die Vermittlungsstelle angeordnet sind, gelten als Nahbereich.)
Sollte sich jemand für die Anträge interessieren, kann ich die Links zur Bundesnetzagentur hier posten.

Doch nun zu den Fakten:
Der Verfügbarkeitscheck gab heute nur bei der Telefonnummer grünes Licht.
Eine Prüfung mit der Adresse lief ins Leere, sodass die Vermutung nahe liegt,
dass die Bestandskunden die ersten sind, die buchen können.
Ab Montag, wenn das Netz wohl offiziell hochgefahren wird, sollten alle die wollen (02181) buchen können.
(Reine Vermutung meinerseits.) Ein Flyer informierte bereits vor einigen Tagen darüber,
dass "es ab sofort verfügbar sei.". Dies war leider nicht ganz richtig,
denn eine Bestellung war gestern z. B. insgesamt nicht möglich...
In den kommenden Wochen finden Infoveranstaltungen statt, dies steht alles auf dem Flyer.
Die URL die auf dem Flyer steht, lautet: grevenbroich.highspeedvorort.de

Unser Anschluss liefert seit einigen Monaten folgende Werte:

Bild

Die Werte dazu im Router möchte ich euch ebenfalls zeigen:
dsl-vor-umstellung-1.jpg
dsl-vor-umstellung-1.jpg (38.41 KiB) 23053 mal betrachtet
dsl-vor-umstellung-2.jpg
dsl-vor-umstellung-2.jpg (76.99 KiB) 23053 mal betrachtet
dsl-vor-umstellung-3.jpg
dsl-vor-umstellung-3.jpg (68.87 KiB) 23053 mal betrachtet
Sobald dieser Anschluss Ende März umgestellt wurde - digitale Auftragsbestätigung liegt bereits vor -
werde ich mich hier wieder melden, mit hoffentlich leicht anderen Werten.

Bislang war der Anschluss in der ca. 2,2 Km entfernten Vermittlungsstelle angeschlossen,
nach der Umstellung dürfte die Kupferleitung dieses Anschlusses vermutlich keine 300 Meter lang sein.
Wollen wir mal schauen, was da am Ende rauskommt. Ich bin sehr zuversichtlich.
Und melde mich hier wieder, sobald es Neuigkeiten gibt. Und hoffe der Bericht war/wird interessant für euch.

z-pg-3

Benutzeravatar
K.Thomas
Admin
Beiträge: 234
Registriert: Montag 5. September 2005, 16:23
Wohnort: Hemmerden
Kontaktdaten:

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von K.Thomas » Samstag 14. März 2015, 17:51

Hallo z-pg-3,

danke für die Information - dann drücke ich die Daumen, dass der Tarifwechsel schnell durch geht und dem Geschwindigkeitsrausch bald nichts mehr entgegen steht !

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Dienstag 31. März 2015, 19:28

Hallo,

leider komme ich erst jetzt dazu, denn der Anschluss wurde bereits vor ein paar Tagen erfolgreich umgestellt.

Speedtest:

Bild

Einige Infos aus Fritz!Box 7490:
vdsl2-1.jpg
vdsl2-1.jpg (49.53 KiB) 23005 mal betrachtet
vdsl2-2.jpg
vdsl2-2.jpg (74.68 KiB) 23005 mal betrachtet
vdsl2-3.jpg
vdsl2-3.jpg (61.69 KiB) 23005 mal betrachtet
Bisherige Erfahrungen:

Beim normalen Surfen merkt man kaum Unterschiede zu vorher,
das ändert sich jedoch, sobald man Videos mit hoher Auflösung ansieht, oder große Dateien herunterlädt.
Diese Effekte steigern sich, sobald man mehrere solcher Anwendungen parallel nutzt.
Meist limitieren sogar die Server auf der Gegenseite, nicht der eigene Anschluss.
E-Mail-Anhänge mit Bildern oder großen Dateien verlassen einen ungewohnt zügig.
Das alles ist sogesehen kein Vergleich zu vorher. Insgesamt bin ich bislang sehr zufrieden.

Einige Anmerkungen:

In der ersten Zeit liefen vermehrt Werbevertreter (wohl nicht offiziell von der Telekom) von Haustür zu Haustür,
um Telekom-Verträge abzuschließen. Meiner Einschätzung nach, handelt es sich hierbei um dubiose Geschäftspraktiken.
Fallt bitte nicht solchen Menschen (Betrügern?!) zum Opfer. Vermutlich fahren die gezielt neu erschlossene Gebiete an,
um auf diese Art und Weise Provisionen einzustreichen.

Nicht nur darum:
Es ist ratsam, solche Umstellungen selbst per Kundencenter zu machen, so erhält man auch die Online-Rabatte.
Und gehört, wenn man möchte, zu den Erstbestellern.
Übrigens: Soweit ich informiert bin, bieten auch Vodafone und 1und1 das schnellere Netz, nach einem solchen Ausbau, an.
Ein Wechsel zur Telekom erscheint somit nicht unbedingt nötig zu sein, wenn man VDSL2 haben möchte (nach dem Ausbau).
Dies bitte einfach überprüfen, sobald der Ausbau abgeschlossen ist (Pressemeldungen).

Auch ist es ratsam die vorhandene Technik schon mal fit für die neuen Bandbreiten zu machen.
Insbesondere bei W-Lan kann es vorkommen, dass die Bandbreite quasi ungenutzt brach liegt, da die per W-Lan angebundenen
Geräte nicht die volle Geschwindigkeit nutzen können. Dies kann und sollte alles schon im Vorfeld getestet und ggf. optimiert werden.
(Gilt sowohl für VDSL2, als erst recht, für einen FTTH-Anschluss.)
Wer Fragen hierzu hat, wie man so etwas testen kann, einfach posten. Ich schreibe dann eine kleine Anleitung dazu.
Also: Falls möglich Cat. 6 oder Cat. 7-Leitungen verlegen, und Gbit-Lan nutzen,
dann gibt es später keine Einschränkungen, in Sachen Internet-Bandbreite.
Für W-Lan-Geräte: Dafür Sorgen, dass man 5 GHz-W-Lan einsetzt, wann immer möglich.

Tipps für VDSL2-Router:

Gute Fritz!Boxen sind neben der 7490, auch als Geheimtipp (bei eBay, bzw. eBay-Kleinanzeigen) die 7362sl.
Die 7362sl verfügt sogar über das gleiche Modem wie die 7490. Sie wurde eigentlich für 1und1 produziert,
funktioniert aber auch an anderen Anschlüssen. Leider ist die 7362sl nicht für 5 GHz-W-Lan geeignet.
In einiger Zeit wird die Fritz!Box 7430 erscheinen, da sollte man aber abwarten, wo sich der Preis einpendelt.
Vermutlich wird die 7362sl die bessere Lösung gegenüber 7430 bleiben, wenn man kein 5 GHz W-Lan möchte.

Die 7390 ist dagegen technisch veraltet und sollte nur noch im Notfall - dann auch nur gebraucht - gekauft werden.
Dafür beherrscht die 7390 - wie die 7490 - Dual-Band-W-Lan, somit geeignet für 5 GHz- und 2,4 GHz-W-Lan gleichzeitig.
Mehr als 120 Euro würde ich für eine gebrauchte 7390 mit Rechnung/Lieferschein (Kaufbeleg) aber nicht ausgeben.
Eine 7490 kauft man am besten neu.

Der Speedport Hybrid ist ebenfalls für VDSL2 geeignet. Genauso wie der W 724V. Gibt noch weitere Modelle,
aber kenne mich mit den Speedports nicht wirklich gut aus. Die Modems sollen aber sehr gut sein.
Diesbezüglich keine Nachteile gegenüber einer Fritz!Box. Der sonstige Funktionsumfang ist dagegen nicht optimal.

z-pg-3

Benutzeravatar
K.Thomas
Admin
Beiträge: 234
Registriert: Montag 5. September 2005, 16:23
Wohnort: Hemmerden
Kontaktdaten:

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von K.Thomas » Dienstag 31. März 2015, 21:37

Hallo z-pg-3,

vielen Dank für das Update - da kann man ja nicht meckern. Die versprochene Leistung liegt ja offenbar an. 8)
Nur nochmal kurz zur Erinnerung, wie eine der schnelleren Hemmerdener DSL-Leitungen derzeit aussieht: :shock:

Bild

Natürlich wäre VDSL2 ein Quantensprung für die meisten Haushalte in Hemmerden. Ob die Vorzüge von Glasfaser bis ins Haus wirklich erforderlich sind, muss jeder selbst beurteilen. Mit Blick auf die - voraussichtlich nicht höheren - Kosten würde ich empfehlen, zumindest die Gelegenheit des Hausanschlusses zu nutzen. Das Kupferkabel liegt ja in der Regel bereits, und so schafft man als Hauseigentümer die bestmögliche Flexibilität. Schauen wir mal, was die nächsten Wochen so bringen ...

Danke auch für den Hardwareüberblick. Mit Blick auf die Flexibilität sollte man schon frühzeitig abwägen, welche Hardware sinnvoll ist. Die Provider bieten ja auch Router an, wobei da nicht alles für VDSL2 geeignet ist. Der Haken ist glaube ich, dass man zwar WLAN auch gut als separates Gerät wählen könnte, aber reine VDSL2-Modems dagegen (als Pendant zum Glasfaser-"Modem") kaum erhältlich sind.

Das mit den Vertriebspartnern kann bei der Telekom sicher ein Problem werden. Es ist nicht leicht auseinanderzuhalten, welcher Partner seriös ist. Im Zweifel würde ich auch zu einem Vertragsabschluss unmittelbar bei der Telekom raten. Der von Ihnen genannte Flyer ist ja offenbar auch von einem Vertriebspartner. Da ist die Strategie bei der Deutschen Glasfaser GmbH etwas transparenter.

Danke also für die Infos - ich würde es sehr begrüßen, wenn die Hemmerdener sich später ebenso aktiv über die Erfahrungen, Hardware etc. austauschen ...

Viele Grüße

Karsten Thomas

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Donnerstag 13. August 2015, 13:33

Hallo Herr Thomas,

ich möchte ein weiteres Update geben, wie sich der VDSL2 Vectoring-Anschluss entwickelt hat:
Vollsync. ist weiterhin vorhanden. Das heißt, die Leitungskapazität liegt bei über 109.344 Kbit/s (für Vollsync. ausreichend!)
Die Treiber der Fritz!Box wurden auch immer weiter optimiert.
Mit den ersten Treibern hätte ich wohl schon länger keinen Vollsync. mehr.

Was ist noch zu erwarten? Die Telekom stellt zyklisch ihr komplettes Netz vor dem MSAN (Outdoor-DSLAM) um.
Diese Modernisierung des Netzes (wie sie es nennen) wird unter dem Namen BNG (Broadband Network Gateway) durchgeführt.
Das hat zur Folge, dass sich die tatsächliche Datenrate noch mal etwas erhöhen wird.
Sodass man nicht mehr "nur" ca. 95 Mbit/s hat, sondern um die 100 Mbit/s bekommt.
Grundgebühr bleibt gleich. Diese Umstellungen sollten für in Betrieb befindliche Vectoring-Gebiete noch in 2015 erfolgen.

Laut Aussage von Telekom-Mitarbeitern ist es so, dass alle VDSL2 Vectoring-Gebiete, die aktuell noch nicht am Netz sind
(also Hemmerden, Kapellen, etc.), sofort über die "neue Architektur" laufen.
Also nicht später einzeln umgeschwenkt werden müssen, wie die bereits heute am Netz befindlichen Vectoring-Gebiete.
Diese Umstellungen finden für die Region Grevenbroich wohl am Breitband-PoP in Düsseldorf statt.
(Breitband-PoP -> BRAS: Broadband Remote Access Server)
Von dort erhält man in komplett Grevenbroich auch seine IP-Adresse.
Übrigens: Wieso die Ausbaukarte der Telekom immer noch nicht Hemmerden, Kapellen usw. beinhaltet, kann ich nicht sagen.
Laut Telekom-Mitarbeitern erfolgt dies normalerweise 2 bis 3 Monate vor der Inbetriebnahme. Das ist also überfällig!

Wie kann man als Laie erkennen, ob "der Schwenk" auf BNG erfolgt ist (um die etwas höhere Bandbreite zu haben)?
In dem man auf der folgenden Seite der Telekom einen Speedtest durchführt: http://speedtest.t-online.de/#/.
Sobald der Test durchgelaufen ist, sieht man unten drunter ein Balkendiagramm.
Die mittlere Säule zeigt bei nicht umgestellten (kein BNG) VDSL 100-Anschlüssen "96,78 Mbit/s" an.
Nach erfolgter BNG-Umstellung steht dort: "102,78 Mbit/s".
Sobald mich diese Umstellung erreicht, poste ich noch mal ein Speedtest.net Ergebnis.
Auch Vectoring VDSL 50-Anschlüsse profitieren von dieser Umstellung. Natürlich bei anderen Werten.

Ich möchte auch noch mal betonen:
VDSL 100 ist gut und schön, und kann auch die Wartezeit, bis das FTTH-Netz auch praktisch verfügbar ist,
mindestens entspannend abrunden. Dennoch ist es eine einmalige Chance - u. a. für Hemmerden -
schon heute wenigstens den Hausanschluss legen zu lassen.
Jeder der sich sagt, VDSL 50 oder 100 kommt für mich in Frage, sollte auch einen Vorvertrag für FTTH abschließen,
um die Chance auf einen FTTH-Anschluss nicht zu "verschlafen". Monopole sind nie gut, so schaffen Sie sich Auswahl:
Schaffen sich zukünftig die Möglichkeit, aus mehreren Angeboten auszuwählen. Ich bin hier ganz bei Herrn Thomas.
Insbesondere ist ein FTTH-Anschluss mit 100 Mbit/s einem 100 Mbit/s-Anschluss, basierend auf VDSL2 Vectoring, vorzuziehen.
Mit diesem Text möchte ich die Leute ansprechen, die sich sagen, VDSL 50 oder 100 reicht mir.
Sehen Sie VDSL als nette Überbrückung, bis die Bauarbeiten in Sachen FTTH beendet sind.

Da hier vermutlich auch Leute aus anderen Ortsteilen Grevenbroichs reinklicken: Die Lage in den Bereichen von Grevenbroich,
die nicht vom VDSL 100-Ausbau profitiert haben, da die Anschlüsse direkt aus der Vermittlungsstelle (Nahbereich) erfolgen.
(Das sind überwiegend die Bereiche, die schon lange VDSL 50 bekommen können. Aber von diesem Ausbau nicht profitiert haben.)
Müssen weiterhin Geduld mitbringen, die Anträge der Telekom, auch den Nahbereich ausbauen zu dürfen, befinden sich weiterhin
Zwecks Entscheidung bei der Bundesnetzagentur. Vermutlich ist eine Entscheidung so schwer, da eine Monopolstellung befürchtet wird.
Es ist verständlich, dass solche Entscheidungen nicht übers Knie gebrochen werden.

Viele Grüße

z-pg-3

Editierung: Um Verwechselungen bezüglich Vorverträge zu vermeiden, habe ich meinen Text diesbezüglich ergänzt.

Benutzeravatar
K.Thomas
Admin
Beiträge: 234
Registriert: Montag 5. September 2005, 16:23
Wohnort: Hemmerden
Kontaktdaten:

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von K.Thomas » Donnerstag 13. August 2015, 22:54

Hallo z-pg-3,

vielen Dank für das ausführliche Update !

Das klingt ja wirklich ganz gut. Ich bin sicher, dass die Telekom eine ordentliche Arbeit leistet, aus dem Kupferkabel das Bestmögliche herauszuholen.
Dabei vergessen wir nicht, dass eine weitere Steigerung mit Zukunftsfähigkeit > 5-10 Jahren auch wieder Investitionen erfordert, die eher unwahrscheinlich sind. Von daher wäre aus meiner Sicht tatsächlich weiterhin die Glasfaser die erste Wahl - zumal bei fast identischen monatlichen Kosten.
Wäre die Deutsche Glasfaser nicht bereits aktiv, sondern keine deutlich bessere Alternative in Sicht, wäre Vectoring sicher ein hochwillkommenes Angebot. Ist es so natürlich auch, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und senkt auf Dauer die Preise - allerdings nur, wenn auch beide Netze und damit die Wahlmöglichkeit vorhanden sind ... und dafür fehlen derzeit noch ein paar Prozent ;-)

Viele Grüße
Karsten

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Samstag 5. September 2015, 17:53

Hallo Herr Thomas, hallo Forengemeinde,

der Anschluss erreicht mittlerweile 100 Mbit/s netto:

Bild

Dennoch muss ich mich teilweise korrigieren, was mein letztes Posting in diesem Thread angeht:
Die Beseitigung des Fehlers (maximal 95 Mbit/s) hat nichts mit der angesprochenen BNG-Umstellung zu tun.
Vielmehr wird zur Behebung nachts ein Softwareupdate im MSAN eingespielt.
Das Update betrifft also eine Komponente direkt im jeweils zuständigen Outdoor-DSLAM.
(Ich habe da ursprünglich Schilderungen von Telekom-Usern im Onlinekosten-Forum falsch interpretiert.)
Die Äußerungen bezüglich BNG bitte darum nicht zu genau nehmen, angeblich existieren diesbezüglich
erst einige Beta-Gebiete im gesamten Bundesgebiet. Das ist aber für uns als Interessierte auch alles nicht wirklich von Belang,
solange die Bandbreite erreicht wird...
Ich bin mir sehr sicher, dass in Hemmerden, Kapellen, usw. dieser Fehler bereits von Beginn an nicht mehr existieren wird.
Erkennen kann man dies daran, indem man die "Technisch mögliche Bandbreite" überprüft,
siehe letzter Beitrag. Ist der angezeigte Wert dort höher, als 96,78 Mbit/s, existiert der Fehler nicht mehr.
Der Maximalwert ist 102,78 Mbit/s und wird nur von Anschlüssen erreicht, die Vollsync. haben (109.344 Kbit/s).

Bei den Routern ist weiterhin die Fritz!Box 7490, die 7362sl (eBay), 7430 (dort beherrscht kein Lan-Port Gbit-Lan)
aber auch der Speedport W724V a und c (jedoch nicht b) und der Speedport Hybrid sehr gut für solche Vectoring-Anschlüsse geeignet.
Ich glaube auch die 7360 ist gut geeignet, da sollte man aber aufpassen die Variante 2 (nicht 1) zu erwerben.

Bei der 7490 hat sich die Labor-Firmware als bestmöglich erwiesen, da dort die VDSL-Treiber noch mal aktueller sind.
Dadurch kann die Bandbreite im Einzelfall mal etwas höher sein, als mit der offiziellen Firmware.
Vermutlich reicht häufig auch bereits die offizielle Firmware aus, um wirklich alles aus der Leitung herauszuholen.

Wenn bald in Hemmerden die ersten VDSL2 Vectoring-Anschlüsse laufen, würde mich stark interessieren,
wie die Erfahrungen im Ort sind. Eventuell melden sich ja 1, 2 User dazu hier im Forum.

Inwieweit die Telekom zukünftig in der Lage ist, das VDSL2 Vectoring-Netz noch einmal schneller zu machen,
wird sich in der Tat zeigen müssen. Laut dem obigen Forum könnte es auf Super-Vectoring hinauslaufen.
Dann würde es genügen, erneut nur im Outdoor-DSLAM Komponenten zu tauschen, um dann bspw. 250 Mbit/s anbieten zu können.
Vermutlich frühestens ab 2018.
Und wahrscheinlich auch wieder zuerst (oder gar nur) dort, wo bereits Kabelnetzbetreiber oder FTTH-Netze großflächig aktiv sind.

Im Folgenden wiederhole ich mich, halte dies aber für erneut für sinnvoll: FTTH bietet eine ganz andere Grundlage.
Gerade darum sollte auch jeder einen Vorvertrag für FTTH (Deutsche Glasfaser) unterschreiben, der sagt, "ich buche VDSL 50 oder 100".
Richtig ist, dass auch letzteres vermutlich für die meisten mehr als ausreichend sein dürfte.
Aber der Ausbau der Deutsche Glasfaser würde ja auch einige Zeit dauern. Insofern sollte man VDSL 50 oder 100
zur Überbrückung der Wartezeit einsetzen und sich freuen, dass die gefühlte Steinzeit bereits dann Geschichte ist.
Dem Ausbau der Deutsche Glasfaser kann man so definitiv entspannter zusehen. Und es fehlt ja nicht mehr wirklich viel.

Und nicht zu vergessen: Im Upload hat FTTH dann ja auch "nicht nur" ~40 Mbit/s, sondern 100 Mbit/s zu bieten.

z-pg-3

Benutzeravatar
K.Thomas
Admin
Beiträge: 234
Registriert: Montag 5. September 2005, 16:23
Wohnort: Hemmerden
Kontaktdaten:

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von K.Thomas » Montag 7. September 2015, 10:21

Hallo z-pg-3,

erneut vielen Dank für das Update !

Ich glaube, die Zahlen sprechen für sich - wenn wir von DSL reden, sind das einwandfreie Werte und die Telekom liefert da ein gutes Produkt ab.
Persönlich denke ich noch ein wenig an die Upload-Geschwindigkeit, die halt eben bei der Glasfaser um den Faktor 2,5 höher liegt ... bei Cloud-Nutzung, Backup, Versand größerer Dateien macht sich das auf Dauer bei dem einen oder anderen doch ein wenig bemerkbar.

Ihre Einschätzung, dass es für die Übergangszeit ein gutes Produkt ist, teile ich. Und dann wird man sehen, ob die Telekom die nächste Ausbaustufe beim Vectoring zündet oder schlicht das Glasfasernetz der DG anmietet. Voraussetzung ist natürlich, dass das Netz in Hemmerden flächendeckend gebaut wird (dafür fehlen in einigen Straßenzügen noch etliche Verträge :cry: ). Denn solange es nur ein Netz gibt, hat auch die Telekom wenig Anreiz, die Technik in ein paar Jahren weiter auszubauen.

Viele Grüße

Karsten Thomas

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Montag 7. September 2015, 19:57

Hallo Herr Thomas,

ja, der Speedtest stammt weiterhin von unserem VDSL 2 Vectoring-Anschluss
(Vorwahl: 02181, genauer in Wevelinghoven) wie in den letzten Beiträgen.
Übrigens: 100 Mbit/s sind zwar wirklich ziemlich zügig,
lädt man aber mal ein Spiel oder eine Anwendung mit um die 30 GB,
dann wünscht man sich sogar heute schon noch höhere Bandbreiten.
Es gibt nämlich selbst hier noch Fälle, in denen man immer noch ca. 45 Minuten auf Fertigstellung warten muss.
Wer Lust hat, kann sich dies auch gerne mal im Bandbreiten-Rechner ansehen: http://www.heise.de/netze/tools/bandbreitenrechner/

Und im Upload vermute ich im Privatbereich, dass der Nutzen (durch eigene Ideen) auch mit den Möglichkeiten wachsen dürfte.
Ein schneller Internetanschluss ist einfach die Grundlage dafür,
um wirklich kreativ und frei in heutigen digitalen Projekten werden zu können.

Selbstverständlich ist es ein himmelweiter Unterschied,
ob man hier und da mal 30 - 45 Minuten wartet, oder im Extremfall mehrere Tage.
Dennoch ist bereits heute vorstellbar, dass man noch höhere Bandbreiten gebrauchen kann.

z-pg-3

BOFH
schaut sich noch um
Beiträge: 7
Registriert: Dienstag 1. September 2015, 00:01

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von BOFH » Montag 21. September 2015, 08:38

Hallo zusammen!

Die Fragen, die sich mir stellen, sind:

1) Warum berichtet ein Wevelinghovener in einem Forum für Hemmerden?
2) Welche Agenda treibt jemanden, in einer Diskussion über Glasfaser über das technisch veraltete Produkt des Mitbewerbers Telekom zu berichten?
3) Warum wird diese technologische Sackgasse derart positiv dargestellt, dass man meinen könnte, es sei eine langfristige Alternative zur Glasfaser?

Fakt ist doch folgendes:

Die deutsche Telekom hat Hemmerden seit 15 Jahren am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Erst jetzt, wo mögliche Konkurrenz am Horizont auftaucht, wird nur das allernotwendigste getan, um diesen potentiellen Konkurrenten auszustechen, wobei die Trägheit der meisten Hemmerdener Mitbürger ihr übriges tut. Es wird jedoch verschwiegen, dass
- unklar ist, wieviel Bandbreite in Hemmerden tatsächlich bereitgestellt werden wird über VDSL, ich vermute, bei 50 MBit ist Schluss, wobei Glasfaser bei 100 MBit anfängt!
- auch bei der Nutzung des Telekom - Angebotes neue Geräte angeschafft werden müssen, im wesentlichen die gleichen, die auch für Glasfaser benötigt werden.
- auch die Telekom in wenigen Monaten bestehende analoge und ISDN-Leitungen abkündigen wird und somit potentiell auch deren ISDN-Kunden zusätzliche neue Geräte anschaffen müssen.
- die Telekom sofort alle Modernisierungs-Anstrengungen einstellen wird, sobald die Deutsche Glasfaser aus dem Feld geschlagen ist.
- die Telekom ein Vielfaches an Geld dafür nehmen wird, selbst wenn sie Glasfaseranschlüsse bis ins Haus anbieten würde, was sie aber nicht tun wird.
- das sich bereits namhafte Provider und Mitbewerber der Telekom gemeldet haben, die auf der Glasfaser anbieten würden - wenn sie kommt.

Für mich ist der Artikel eine Zweifelhaft motivierte Nebelbombe. Am Ende werden die Hemmerdener Bürger die Zeche zahlen und mangels Konkurrenz bei der Telekom bleiben müssen, so, wie es momentan aussieht. Schade.

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Montag 21. September 2015, 17:02

Hallo BOFH,
BOFH hat geschrieben:1) Warum berichtet ein Wevelinghovener in einem Forum für Hemmerden?
Weil ich dieses Forum lange vor dem Telekom-Ausbau entdeckt habe,
und mir die Arbeiten von Herrn Thomas - die ich allerdings nur aus dem Internet kenne - gut gefallen haben.
Alleine die Disziplin die zahllosen Zeitungsartikel zu verlinken und nötigenfalls einzuordnen zeugt von sehr großer Disziplin.
Für mich geht es darum, das Problem langsames Internet zu lösen.
Damit die Internet-Steinzeit - wie Sie es im anderen Thread nennen - ein Ende hat.

Wieso darf und sollte ich davon - als freier Mensch - nicht berichten dürfen,
wenn ich das Gefühl habe, dass es den Menschen im Ort helfen kann?
Da Sie meine Beiträge sehr aufmerksam gelesen haben, wissen Sie ja,
dass ich VDSL2-Vectoring selbst als Übergangslösung bezeichnet habe.

Im Übrigen sind die Parallelen zu Teilen von Wevelinghoven sehr groß,
denn der ursprüngliche Anschluss lief noch nicht mal immer so "gut", wie im Startposting beschrieben.
(Vor dem Ausbau selbstverständlich.)

Auch ist es ja nun mal so, dass die Bürger in Hemmerden mit dem VDSL2-Vectoring-Angebot konfrontiert werden,
man kann dies ja nicht geheim halten. Insofern sollte man auch objektiv berichten dürfen,
was VDSL 100 überhaupt ist. Geht beispielsweise das Schneckentempo weiter?
Oder wo liegen überhaupt die Vorteile von FTTH, alleine deswegen ist eine Einordnung sinnvoll.

Was ich dagegen nicht verstehe: Sie beschweren sich im anderen Thread, dass keine andere Meinung zugelassen wäre.
Da zugezogene Bürger (Ihre Meinung) nichts im Ort zu sagen hätten. Auf der anderen Seite werfen Sie mir als Wevelinghovener vor,
nichts hier im Forum zu suchen zu haben?! Sehr interessant! Wie passt das zusammen?
BOFH hat geschrieben:2) Welche Agenda treibt jemanden, in einer Diskussion über Glasfaser über das technisch veraltete Produkt des Mitbewerbers Telekom zu berichten?
Da ich Begeisterung für Technik empfinde. Und auch verstanden habe, wieso das ursprüngliche DSL so langsam war.
(Vermittlungsstelle sehr weit weg, keinerlei aktive Technik mehr nach Vermittlungsstelle. Alles nur Kupfer,
dadurch höhere Dämpfungen.)
Und die Beobachtungen die ich gemacht habe anderen (ebenfalls Interessierten) mitteilen möchte.
Der wichtigste Grund ist jedoch folgender gewesen: Ich denke und dachte, dass es darum geht,
die Problematik langsames Internet zu lösen. Lange Zeit sah es jedoch so aus, als ob die Deutsche Glasfaser
das einzige Unternehmen sei, das diese Problematik lösen würde und könnte.
Niemand hat absehen können, dass ein anderes Unternehmen plötzlich doch aktiv wird.

Warum ich u. a. den Hybrid-Thread und den VDSL2-Vectoring-Thread erstellt habe:
Um den Leuten aufzuzeigen, dass es konkrete Soforthilfe gibt, anstatt mit dem Problem festzusitzen.
(Hiermit meine ich keine Alternative zu FTTH, sondern eine gute Alternative zu den langsamen DSL-Anschlüssen.)
Denn die Problematik - das wissen Sie - ist so groß, dass man froh sein sollte, wenn es Auswege gibt,
egal wie auch immer diese aussehen. Verschweigen - um Prozente nicht zu gefährden - ist dagegen sicherlich keine gute Lösung.
Da so Unglaubwürdigkeit in der Sache - Problemlösung schnelles Internet - entstehen würde.
Aufgreifen, um den Leuten klar zu machen, dass FTTH weiterhin das anzustrebende Ziel ist, dagegen sehr wichtig.

Eigentlich muss ich bescheuert sein, der Telekom eventuell ja tatsächlich (wenn, dann unfreiwillig) zu helfen.
Vielleicht bin ich hier und da zu naiv und gutgläubig gewesen,
und hätte mir von der Telekom meine Postings vergüten lassen sollen.
Ein solches Angebot gab es nämlich nie und ich habe auch mit der Telekom nichts zu tun.
Sollten Sie den Verdacht haben, dass ich durch meine Postings die Nachfragebündelung in Gefahr gebracht habe oder dies gar wollte,
wäre dies für mich ein tiefer Tritt in die Magengrube, da ich schlicht weiterhelfen wollte.
Bislang bin ich - durch Beobachtung der Nachfragebündelung - davon ausgegangen, nicht geschadet zu haben,
da Hemmerden sehr viele Prozente gesammelt hat, und hoffentlich auch noch die restlichen Prozente holt.
Bislang liegen und lagen immer Orte vorne, in denen keinerlei Alternativen in Sicht waren.
Darum würde ich dies (hohe Zahl an Prozenten) als großen Erfolg werten, und komplett der Bürgerinitiative zuschreiben.
Stessen hat ja auch jetzt schon viele Prozente, obwohl die Nachfragebündelung erst sehr spät gestartet wurde.
Dies dürfte dem Engagement der Bedburdycker-Bürgerinitiative zuzuschreiben sein.
Allerdings gibt es für Stessen wohl auch keine anderen guten Angebote.

Zurück zum Thema: Sobald Kupfer im Namen auftaucht, schalten viele Menschen gleich komplett ab.
Sie auch, denn sonst würden Sie nicht schreiben, dass VDSL 50 das Maximum für Hemmerden sei.
Dies ist mit keinem Fakt zu belegen. Die meisten Haushalte könnten VDSL 100 bekommen, so sie es überhaupt wollen.
Daran habe ich keinen Zweifel. Haben Sie schon auf telekom.de/schneller die Karte überprüft?
(Hemmerden ist dort mittlerweile eingezeichnet.)
Im OK-Forum liest man, dass nahezu alle bekannten VDSL 100-Anschlüsse auch mindestens nahezu Vollsync. erreichen.
Wieso akzeptiert man dies nicht als Fakt, sondern möchte dagegen anschreiben?
Wenn es durch nichts Gegenteiliges zu belegen ist? Sie vermuten ja nur,
weil Sie glauben, dass Ihre jahrelangen Erfahrungen mit dem rosa Riesen ausreichend seien.
Wir leben jedoch alle nicht in der Vergangenheit.

Ich habe mit der Telekom nichts zu tun. Ich bewerte einzig das, was ich sehe.
Versuche mich auch diesbezüglich an Fakten zu halten:
Fakt ist, dass Glasfaserkabel von der bei uns 2,2 Km entfernten Vermittlungsstelle
bis zum ca. 300 Meter entfernten MSAN verlegt wurden. Das Glasfasernetz ist also deutlich näher gekommen.
Da ich nicht von der Telekom bin, weiß ich nicht, ob die Telekom in "25 Jahren"
die Glasfaser noch näher an die Häuser bringen möchte. Ich erkenne lediglich,
dass es theoretisch tatsächlich eine neue Grundlage sein könnte. Da ich dies aber nicht weiß,
sage ich stattdessen Dinge, die jedermann im Internet nachlesen kann: Nämlich,
dass durchaus auch noch höhere Bandbreiten möglich sein dürften, ohne große Baumaßnahmen zu stemmen.
Im Übrigen kann man die Anschlüsse auch über andere Anbieter bekommen. Dies habe ich bereits weiter oben gepostet.
BOFH hat geschrieben:3) Warum wird diese technologische Sackgasse derart positiv dargestellt, dass man meinen könnte, es sei eine langfristige Alternative zur Glasfaser?
Siehe 2! Darum für mich auch keine Sackgasse. Das weiß ich allerdings strenggenommen nicht.
Und: Der Ausbau hat erstmals nach gefühlten Ewigkeiten eine starke positive Veränderung
in Sachen Geschwindigkeit bewirkt. Soll ich also schweigen, und nichts davon berichten?
Die massive Ablehnung von Kupfer basiert auf Erfahrungen die wir alle in den letzten Jahren machen mussten.
Dennoch kann man nicht leugnen, dass drastische Verbesserungen stattgefunden haben.
Stellen Sie sich eine sehr kleine Straße vor, Länge 20 Km und jemand baut die ersten 17 Km zu einer sechsspurigen Autobahn aus,
finden Sie dann immernoch die gesamte Strecke schlecht?

Dann noch eine wichtige Anmerkung, da ich mich seit Beginn der Nachfragebündelungen
(in der Region Heinsberg) mit den Nachfragebündelungen beschäftigt habe:
Nehmen wir als Beispiel einmal Neukirchen und Hülchrath, die leider zu einem Gebiet zusammengefasst wurden.
Neukirchen hat eine eigene Vermittlungsstelle und seit Jahren maximal VDSL 50 um selbige.
Die restlichen Straßenzüge außerhalb von diesen Bereichen sind schlecht versorgt,
jedoch in der zahlenmäßigen Unterlegenheit, wenn ich dies betrachte (übrigens auf Karten,
die jeder online einsehen kann). Hülchrath dagegen ist im Gesamten sehr schlecht versorgt...
Würde mit Sicherheit die 40 %-Quote erfüllen, da ja auch seitens Vectoring nichts passiert.
Die Zahl der Benachteiligten reicht jedoch nicht aus, um die 40 %-Quote zu erreichen,
da der Neukirchener Kern "zu gut" versorgt ist.
Zum Glück, hat die Deutsche Glasfaser dies erkannt und nicht beispielsweise Langwaden
mit Wevelinghoven gekoppelt. Wevelinghoven ist durch Vectoring und Unitymedia (zu großen Teilen)
sehr gut versorgt (mittlerweile).
Orte in denen VDSL 50 (dort bekommt ja auch längst nicht immer jeder VDSL 50) verfügbar ist,
tun sich enorm schwer die Quote zu erfüllen. Siehe auch Kapellen.

Es ist unter anderem Aufgabe einer guten Bürgerinitiative aufzuklären und die Sachlage nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich habe dargestellt, wieso ein Vorvertrag für die Deutsche Glasfaser trotzdem sinnvoll ist.
Den Leuten aber in die Tasche zu lügen und zu sagen: "VDSL 50 oder 100" hat ihnen nicht zu reichen,
bringt niemanden weiter. Stattdessen ist es äußerst ratsam darzustellen, wieso trotzdem FTTH so wichtig ist.
Die Bürgerinitiative in Hemmerden hat diesbezüglich einen sehr guten Job gemacht, was ich online sehen kann.
Weiteres steht mir auch nicht zu, da ich mit der Bürgerinitiative nichts zu tun habe.

Noch einmal in Kurzform meine Gedanken:
Man muss sich entscheiden, ob man sämtliche Alternativen totschweigen will.
Und sich gegebenenfalls später wundert, wieso den Leuten VDSL Vectoring ausreicht,
oder man versucht den Leuten zu zeigen, was passiert und schreibt aber auch gleich dabei,
dass FTTH das Endziel ist und warum es selbst VDSL 100 überlegen ist.
Mir ist bekannt, dass Verbände wie BREKO alles was Kupfer im Namen hat am liebsten verfluchen würden.
Doch ist es so, dass auch diese Verbände Interessen verfolgen. Wir normalen Bürger können uns jedoch
frei mit allen am Markt befindlichen Möglichkeiten objektiv beschäftigen.
Und wenn die Fakten nun mal so aussehen, was kann ich denn dafür?
Ich hätte den Bericht auch gepostet, wenn die Werte anders gewesen wären.
Zu Beginn wusste ich - genau wie Sie jetzt - in keinster Weise was da passiert.
Da ich technisch stark interessiert bin, wusste ich jedoch, dass es kein "VDSL 20" werden würde.
So ehrlich muss ich (leider) sein.

Nun noch zu Ihren sonstigen angesprochenen Punkten:
BOFH hat geschrieben: - unklar ist, wieviel Bandbreite in Hemmerden tatsächlich bereitgestellt werden wird über VDSL, ich vermute, bei 50 MBit ist Schluss, wobei Glasfaser bei 100 MBit anfängt!
So unklar ist es nicht, siehe oben!
BOFH hat geschrieben:- auch bei der Nutzung des Telekom - Angebotes neue Geräte angeschafft werden müssen, im wesentlichen die gleichen, die auch für Glasfaser benötigt werden.
Hmm, woher wissen Sie, dass niemand auch heute schon eine aktuelle Fritz!Box,
oder einen aktuellen Router vom jeweiligen Anbieter hat?
BOFH hat geschrieben:- auch die Telekom in wenigen Monaten bestehende analoge und ISDN-Leitungen abkündigen wird und somit potentiell auch deren ISDN-Kunden zusätzliche neue Geräte anschaffen müssen.
Jeder der seinen vorhandenen Anschluss auf die neue Architektur umstellt, wird bereits in diesem Moment auf IP umgestellt.
Andernfalls ist kein VDSL2-Vectoring möglich. Dies ist ein Unterschied zu den VDSL-Gebieten die schon länger bestehen.
BOFH hat geschrieben:- die Telekom sofort alle Modernisierungs-Anstrengungen einstellen wird, sobald die Deutsche Glasfaser aus dem Feld geschlagen ist.
Wie wollen Sie dies belegen?
Die Architektur wurde aktualisiert, um höhere Bandbreiten zu realisieren genügen - laut Aussage der Telekom -
Änderungen im Multifunktionsgehäuse. Wieso ziehen Sie die Aussagen der Telekom in Zweifel?
Der Ausbau wurde doch sehr schnell durchgezogen, was ich so gesehen und gehört habe.
Wieso sollten solche Aussagen nun nicht mehr stimmen?

Übrigens: Jeder Outdoor-DSLAM wird ja auf die BNG-Architektur geschwenkt. Auch die FTTH-Anschlüsse der Telekom
laufen über die BNG-Architketur. Wenn ich die Diskussion im OK-Forum richtig verfolgt habe,
dann ist die Technologie bis zum MSAN (überbauter Kabelverzweiger) ein vollwertiges Glasfasernetz.
Wieso sollte die Telekom nicht wirklich später richtiges FTTH daraus machen?
Den Einwand, dass dies an z. B. fehlender Konkurrenz scheitern könnte. Kann ich mir aber ebenfalls vorstellen.
Mit der Einschränkung, dass die Architektur hierzu, aber immerhin nur noch maximal einige hundert Meter (vorher Kilometer)
vor den Haushalten liegt. Für manch einen auch nur wenige Meter.
Fakt ist auch, wem das zu schwammig ist, oder keine Lust mehr auf warten hat, sollte dringend FTTH buchen.
Das ist der einzige definitive Ausweg!
BOFH hat geschrieben:- die Telekom ein Vielfaches an Geld dafür nehmen wird, selbst wenn sie Glasfaseranschlüsse bis ins Haus anbieten würde, was sie aber nicht tun wird.
Kann ich so bislang nicht bestätigen! Was richtig ist, Konkurrenz belebt das Geschäft.
Darum wäre es für jeden Haushalt ein Gewinn, wenn es mehrere Anbieter geben würde.
FTTH wäre darum sehr, sehr förderlich.
BOFH hat geschrieben:- das sich bereits namhafte Provider und Mitbewerber der Telekom gemeldet haben, die auf der Glasfaser anbieten würden - wenn sie kommt.
Danke dafür, das wusste ich noch nicht! Konnte mir lediglich vorstellen,
dass die Telekom sich nötigenfalls ins FTTH-Netz "einkaufen" würde.
Es wäre allerdings klasse, wenn möglichst viele Anbieter in Hemmerden und auch anderen Orten verfügbar wären.
Nur so profitiert man von günstigen Preisen und findet das optimale Produkt für sich.

z-pg-3
Zuletzt geändert von z-pg-3 am Montag 21. September 2015, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.

BOFH
schaut sich noch um
Beiträge: 7
Registriert: Dienstag 1. September 2015, 00:01

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von BOFH » Montag 21. September 2015, 17:38

Lieber Kollege,

Ihre Technikbegeisterung in allen Ehren, aber das ist Augenwischerei.
Die Glasfaser der Magenta-Fraktion ist nähergekommen, stimmt, aber warum erst jetzt? Weil es die DG gibt! Sobald der Ausbau der DG abgesagt wird, wird Magenta wieder in den Winterschlaf verfallen wie in den vergangenen 15 Jahren. Warum? Weil die Investitionen mangels Mitbewerb nicht getätigt werden müssen. Natürlich muss jemand, der heute eine Fritzbox hat keine neue Hardware kaufen, aber der, der heute kein Internet hat, sondern nur ISDN oder analog sehr wohl, weil Magenta die klassische Telefonie ausphasen und alle auf VOIP umstellen will.
Ich habe auch prinzipiell kein Problem damit, wenn hier Leute von ausserhalb von Hemmerden posten, Sie haben Recht, das wäre inkonsequent.
Womit ich allerdings ein Probleme habe, ist dass hier VDSL als scheinbar Zukunftsfähige und scheinbar vergleichbar leistungsfähige Alternative dargestellt wird, weil das schlichtweg nicht stimmt.
In diesem Kontext darf die Frage dann schon einmal gestellt werden, warum jemand hier ganz offen das Konkurrenz-Verfahren anpreist wie "geschnitten Brot". Jeder, der nicht so Technik-affin ist wie Sie, kann doch nur zu dem Schluss kommen, dass er gar nicht bei DG unterschreiben muss, weil VDSL genauso gut ist - und eben das macht Ihre Darstellung hier so gefährlich und legt Überlegung nahe, dass die Darstellung eben doch etwas tendenziös sein könnte. Ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Punkt Ihres Posts kommentieren und den Thread hier zu einem Kleinkrieg unter Technik-Freaks verkommen lassen, den ohnehin keiner versteht, deshalb nur so viel zum Schluss:
Wir brauchen die Glasfaser. Punkt. Wir brauchen Sie als Konkurrenz zu Magenta und weil sie das zukunftssichere Medium darstellt - und zwar heute. Nebulöse Hinweise, dass vielleicht in ferner Zukunft jemand ein Verfahren entwickeln könnte, um Kupfer wieder auf Augenhöhe zu bringen, sind dabei nicht Zielführend.

z-pg-3
Fortgeschrittener
Beiträge: 13
Registriert: Freitag 5. Dezember 2014, 12:44

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von z-pg-3 » Montag 21. September 2015, 17:52

BOFH hat geschrieben: Womit ich allerdings ein Probleme habe, ist dass hier VDSL als scheinbar Zukunftsfähige und scheinbar vergleichbar leistungsfähige Alternative dargestellt wird, weil das schlichtweg nicht stimmt.
In diesem Kontext darf die Frage dann schon einmal gestellt werden, warum jemand hier ganz offen das Konkurrenz-Verfahren anpreist wie "geschnitten Brot". Jeder, der nicht so Technik-affin ist wie Sie, kann doch nur zu dem Schluss kommen, dass er gar nicht bei DG unterschreiben muss, weil VDSL genauso gut ist - und eben das macht Ihre Darstellung hier so gefährlich und legt Überlegung nahe, dass die Darstellung eben doch etwas tendenziös sein könnte.
Lassen Sie mich erneut ehrlich antworten: Die Befürchtung hatte ich tatsächlich auch.
Ich habe abgewogen und bin mir sehr sicher der Nachfragebündelung nicht zu schaden, oder geschadet zu haben.
Darum tut mir Ihre Argumentation allerdings weh, da Sie mir zeigt, dass dies evtl. ein Trugschluss war.
Sehe ich mir aber die Prozente an, sehe ich wenig Anhaltspunkte dafür. Beweisen können wir beide es wohl nicht.
Allerdings scheint der beliebte Sündenbock, für den Fall der Fälle, ja bereits gefunden.
BOFH hat geschrieben: Ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Punkt Ihres Posts kommentieren und den Thread hier zu einem Kleinkrieg unter Technik-Freaks verkommen lassen, den ohnehin keiner versteht, deshalb nur so viel zum Schluss:
Wir brauchen die Glasfaser. Punkt. Wir brauchen Sie als Konkurrenz zu Magenta und weil sie das zukunftssichere Medium darstellt - und zwar heute. Nebulöse Hinweise, dass vielleicht in ferner Zukunft jemand ein Verfahren entwickeln könnte, um Kupfer wieder auf Augenhöhe zu bringen, sind dabei nicht Zielführend.
Diesem Absatz schließe ich mich komplett an!

BOFH
schaut sich noch um
Beiträge: 7
Registriert: Dienstag 1. September 2015, 00:01

Re: VDSL2 im 02181-Bereich: Ein sich aktualisierender Berich

Beitrag von BOFH » Montag 21. September 2015, 19:27

Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber Ihre begeisterte Darstellung kann eben auch falsch verstanden werden. Als Sündenbock möchte ich Sie nun auch wieder nicht aufbauen. Mutmasslich sind in diesem Forum ohnehin die Glasfaser-Befürworter zu finden. Das Glasfaser vermutlich nicht kommt, dazu braucht es Ihre Darstellung zudem nicht, das schafft Hemmerden auch ohne eine fundierte Diskussion ganz alleine - leider.

Antworten